Spanien hat ein dichtes Netz mautfreier Autobahnen (autovías) und nur einzelne gebührenpflichtige Abschnitte (autopistas, gekennzeichnet mit AP). Die Maut zahlt man mit Karte an der Schranke, eine Vignette gibt es nicht. Das Navi bietet beide Varianten an — für einen Mautabschnitt rechnen Sie je nach Länge mit 1 bis 12 Euro.
Tempolimits
Auf der Autobahn gelten 120 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, innerorts 50 km/h. Seit 2021 gilt in Städten allerdings eine feinere Regel: 30 km/h auf Straßen mit einer Spur je Richtung und 20 km/h dort, wo der Gehweg nicht von der Fahrbahn getrennt ist. In der Praxis fährt man in spanischen Innenstädten fast durchgehend 30.
Kreisverkehre funktionieren anders
Vorfahrt hat, wer im Kreisel ist — das ist wie gewohnt. Der Unterschied liegt bei den Spuren: Nach spanischen Vorschriften fährt man außen, die innere Spur dient dem Überholen. Einheimische machen es regelmäßig umgekehrt — sie fahren innen und queren zum Ausfahren die äußere Spur. Bleiben Sie außen, blinken Sie vor der Ausfahrt und rechnen Sie damit, dass jemand Ihre Spur kreuzt.
Alkohol, Blitzer und Bußgelder
Die Promillegrenze liegt bei 0,5, bei Fahrern mit weniger als zwei Jahren Fahrpraxis bei 0,3. Kontrollen sind häufig, vor allem an Wochenenden an der Küste. Blitzer stehen auf den Hauptrouten reichlich und sind meist angekündigt. Bußgelder für zu schnelles Fahren beginnen bei 100 Euro und halbieren sich bei Zahlung binnen 20 Tagen. Die Vermietung berechnet eine Bearbeitungsgebühr für die Weitergabe Ihrer Daten, meist 30 bis 50 Euro — auch wenn Sie das Bußgeld selbst zahlen.
Die Pflichtausrüstung (Warnweste und zwei Warndreiecke) ist im Mietwagen normalerweise vorhanden, prüfen Sie aber bei der Übernahme, ob sie wirklich da ist — eine fehlende Weste kostet 200 Euro. Bewahren Sie die Weste im Innenraum auf, nicht im Kofferraum: Sie müssen sie anziehen, bevor Sie aussteigen.